Vereinschronik des MGV Concordia 1840 e.V. von 1840 - 2000
Vereinschronik des MGV Concordia 1840 e.V. von 2000 - 2004

Vereinsgeschichte von 1840 bis 2000

"Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder"

Der MGV "Concordia" wurde im Jahre 1840 gegründet und ist einer der ältesten Chöre im Sängerkreis Limburg. Er entstand aus dem Gesangsunterricht in der Schule, unter der Leitung von Lehrer Joseph Stockmann. Das erste Ellarer Sängerfest wurde im Jahre 1859 veranstaltet. Leider musste der Gesangverein ab dem Jahre 1866 ruhen, da ein geeigneter Dirigent fehlte. Doch 1881 wurde Abhilfe geschaffen. Lehrer und Dirigent Wilhelm Gotthardt wandelte den Gesangverein in einen 25-30 Mann starken Kirchenchor um, der bis zum Jahre 1906 bestand. Danach kam die Vereinstätigkeit aber wieder zum Erliegen, da erneut kein Chorleiter zur Verfügung stand.

VereinsfahneDer hervorragende Dirigent und Organist Ludwig Bös ließ den Chor dann wieder aufleben, doch während des Ersten Weltkrieges gab es eine erneute Zwangspause. Am 1.April 1920 wurde der Kirchenchor in den Männergesangverein "Concordia" umgewandelt und hatte gegen Ende diesen Jahres stolze 33 Mitglieder. Im Mai 1924 sollte eine Vereinsfahne herbei. Den Entwurf besorgte der Maler Wilhelm Abel von der Gadelheimer Mühle, eine Bonner Fahnenfabrik stellte sie her. Sie wurde 1925 bei einem Sängerfest eingeweiht. Am 9. Oktober 1933 beschloss die Generalversammlung des MGV "Concordia" einstimmig dem Nassauischen Sängerbund beizutreten. Am 19. März 1924 starb dann der sehr verdienstvolle Dirigent und Lehrer Ludwig Bös. Er hinterließ eine schwer zu schließende Lücke.

Während des Zweiten Weltkrieges übernahm Georg Müller von 1941-1946 die Dirigententätigkeit. Der MGV bestand zu dieser Zeit aus 58 Mitglieder, darunter 40 Soldaten. 15 dieser Kameraden gelten als vermisst oder fielen an der Front. Der Männergesangsverein "Concordia" verneigt sich in Ehrfurcht vor ihnen.

ZelterplaketteJohann Haas war der Dirigent des Vereins von 1946-1971. Er war von seinem Vorgänger Ludwig Bös geschult worden und hatte sich als Kriegsgefangener in Rimini/Italien und in Insterburg/Ostpreußen weitere Fähigkeiten erworben. Neben zahlreichen Urkunden und Ehrungen wurde ihm 1971 die Ehrendirigentschaft verliehen. 1955 wurde dem Deutschen Sängerbund eine Zusammenfassung der bisherigen Vereinsgeschichte vorgelegt und von dort als stichhaltig anerkannt. Daraufhin wurde dem MGV "Concordia" im Jahre 1962 vom Bundespräsidenten die Zelter-Plakette verliehen. Das Bild links zeigt die Delegation des Vereins (v.l. Bürgermeister Simon, Schriftführer Wilhelm Heun, Kassierer Dr. Albert Zey, 1. Vorsitzender Johann Böcher) nach der Verleihung. Dies war sowohl für die Sänger als auch für den Verein ein bemerkenswerter Höhepunkt.

Nun stand 1965 das Jubiläum anläßlich des 125-jährigen Bestehens des Vereins bevor. Die musikalische Leitung des Festes übernahm Festdirigent Johann Haas, die Schirmherrschaft der Hessische Kultusminister Prof. Dr. Schütte. Tragischerweise verstarb am 27. März 1965 der 1. Vorsitzende Johann Böcher im Alter von nur 50 Jahren, für den MGV war dies ein schwerer Verlust. Er hatte sich stets uneigennützig für den Verein eingesetzt, konnte die Jugend für die Ideale des Chorgesanges begeistern, war ein guter Kamerad gewesen und hatte sich schnell überall hohe Wertschätzung erworben. Als Nachfolger für Johann Böcher wurde am 30. April 1965 Willibald Keul zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dieser ging sogleich mit Elan an die Vorbereitungen der Veranstaltungen heran.

Vom 26.-28. Juni 1965 feierte man das fünfte Ellarer Sängerfest mit großem Festzelt an der Steinbacher Straße (unten der Jubiläumschor). Jubiläumschor 1965 In den zahlreichen Reden und Ansprachen wurde der MGV sehr gelobt. In Anerkennung der Verdienste um die Pflege des deutschen Liedes wurde dem Verein die Silberne Ehrenplakette des Landes Hessen verliehen. Das Fest wurde zu einem echten Westerwälder Volksfest und auf der ganzen Linie ein Erfolg. Die Mitgliederzahl stieg 1965 um 11 und im folgenden Jahr um weitere 12 Sänger. 1966 musste der langjährige Kassierer Dr. Albert Zey gesundheitsbedingt sein Amt an Werner Breithecker abtreten. 1970 wurde der 2. Vorsitzende Peter Nonn in Anerkennung seiner langen aktiven Tätigkeit und seiner hervorragenden Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Wilhelm Heun erhielt für 50-jährige Vereinstreue die goldene Ehrennadel und wurde für seine jahrzehntelange Tätigkeit zum Ehrenschriftführer ernannt. Toni Schäufler trat 1970 die Nachfolge von Peter Nonn als 2. Vorsitzender an, 1988 übernahm Winfried Wagenbach, der schon seit 1972 als Beisitzer und seit 1973 als Kassierer dem Vorstand angehörte, dieses Amt. Der langjährige und bewährte Dirigent Johann Haas legte 1971 sein Amt in jüngere Hände. Neuer Dirigent wurde Walter Burggraf aus Dehrn. 1973 veranstaltete der Verein erstmals die Ellarer Kirmes. Am 19. Januar 1980 wurde Ehrenschriftführer Wilhelm Heun unter starker Beteiligung der aktiven Sänger zu Grabe tragen.

Jubiläumschor_1980 Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinshistorie waren die Festveranstaltungen zum 140-jährigen Bestehen im Jahr 1980. Die Feierlichkeiten wurden eingeleitet mit einem eindrucksvollen Kommers. Es folgte am 4. Juli 1980 ein Festkonzert unter dem Motto "Chöre der Heimat singen". 15 Chöre, 2 Chorgemeinschaften und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Ellar boten ein hervorragendes Programm. Der gut besuchte "Waldbrunner Heimatabend" am 5.Juli 1980 beendete schließlich die gelungenen Festtage. Die Mitgliederzahl in dieser Zeit wuchs stetig. Betrug sie 1965 noch 90 Personen so war sie im Festjahr 1980 schon auf 132 angestiegen. Dies war Ergebnis der guten Arbeit des Vorstandes und vor allem des Dirigenten Walter Burggraf, der große musikalische Fähigkeiten besaß und es verstand, die Sänger zu motivieren und zu führen. Der aktive Chor bestand nun aus 63 Sängern, davon 14 unter 25 Jahren. 1981 wurde Walter Burggraf im Rahmen des traditionellen Herbstkonzertes für seine zehnjährige Tätigkeit als Dirigent, und 1985 Willibald Keul für seine 20-jährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender geehrt. In Anerkennung seiner besonderen Verdienste wurde 1986 Walter Rudersdorf zum Ehrenmitglied ernannt. 1981, 1985 und 1989 wurde die Kirmes vom MGV ausgerichtet.

1990 war der absolute Höhepunkt in der bisherigen Vereinsgeschichte. Der MGV "Concordia" feierte in diesem Jahr sein 150jähriges Bestehen, das siebte Sängerfest des Vereins. Jubiläumschor_1990Am 6. Mai 1990 fand zunächst ein Gottesdienst zu Ehren der verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche "St. Maximinus" statt. Im Anschluss gedachte man der Toten am Krieger- und Ehrenmal. Erstmals in der Gemeinde hatte man für den 11.Mai eine Rockband engagiert und damit den Geschmack der Jugend getroffen. Der Kommers am 12. Mai, unter der Moderation von Gerhard Breithecker, entwickelte sich zum ersten Höhepunkt bei dem die Mehrzweckhalle bis auf den letzten Platz besetzt war. Im Rahmen des Abends wurden für 65 Jahre aktives Singen Johann Haas und Georg Müller und für 50-jährige Mitgliedschaft Wilhelm Bill sen. und Wilhelm Jeuck geehrt. Willibald Keul wurde für 25-jährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender der Ehrenbrief und die Ehrennadel des Landes Hessen überreicht. Einen Tag später fand das Festkonzert mit rund 500 Sänger und Sängerinnen statt. Musikalischer Höhepunkt des Festes war das Pokalpunkt-Wertungssingen am 20. Mai 1990. Jeder Chor erhielt für seine Teilname einen Pokal und eine Urkunde. Den Tagespreis für die höchste Punktzahl (128) erreichte der MGV "Eintracht-Liederkranz" Obertiefenbach. Am selben Tag fand noch ein Freundschaftssingen statt, an dem ca. 400 Sänger und Sängerinnen beteiligt waren. Die dritte Veranstaltung am 20. Mai war dann der "Waldbrunner Heimatabend". Die Mehrzweckhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt und man musste im Laufe des Abends sogar noch weitere Tische und Stühle aufstellen. Dieser Abend und die Stimmung in der Halle waren überragend. Am Ende der Festtage konnte der Verein eine überaus erfreuliche Bilanz ziehen. Mit 79 Chören und Musikgruppen und insgesamt über 4000 Mitwirkenden und Besuchern hatte das Fest eine überwältigende Resonanz gefunden. Leider verstarben im Jubiläumsjahr auch die beiden aktiven Sänger Josef Zey und Alois Rudersdorf. Ihr unerwarteter Tod erfüllte alle Vereinsmitglieder mit tiefer Trauer.

Ehrung Walter BurggrafZwei Ereignisse kennzeichneten den Beginn des Jahres 1991. Zunächst wurde Willi Höhler wegen besonderer Verdienste am 23. Februar zum Ehrenmitglied ernannt. Zwei Tage später verstarb dann Ehrendirigent Johann Haas, der maßgeblich am Wiederaufbau des Chores nach dem Krieg beteiligt gewesen war. Beim alljährlichen Herbstkonzert am 16. November 1991 wurde Walter Burggraf für seine 20jährige erfolgreiche Dirigententätigkeit geehrt. (Bild links, v.l. 1. Vorsitzender Willibald Keul, Dirigent Walter Burggraf, 2. Vorsitzender und Kassierer Winfried Wagenbach) Leider musste er schon ein Jahr später aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben. Ihm folgte mit Thomas Wagner ein junger, zielstrebiger Chorleiter. Auch im Jahr 1992 wurden einige Sänger für ihre Verdienste ausgezeichnet. Im einzelnen wurden geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt: Josef Mink (60 Jahre aktiv), Johann Abel und Wilhelm Zey (50 Jahre aktiv). Bürgermeister Lothar Blättel überreichte darüber hinaus in Würdigung ihrer 20-jährigen Vorstandstätigkeit Winfried Wagenbach und Hans Joachim Beese den Ehrenbrief des Landes Hessen.
1993 veranstaltete der MGV "Concordia" die Ellarer Kirmes. Mitte des Jahres wechselte der Verein das Vereinslokal. Der "Nassauer Hof" der Familie Bill wurde der neue Treffpunkt. Richard Heun wurde am 4. September 1993 als weiteres Ehrenmitglied ernannt. 1994 folgte das Gruppensingen, es wurde eine sehr gute Leistung erzielt. Die sängerischen Höhepunkte des Jahres jedoch waren das eigene Herbstkonzert am 29. Oktober sowie die Auftritte in der Kirche beim "Besinnlichen Adventssingen" und am 2. Weihnachtsfeiertag. Im Juni 1994 hatte Ewald Leber bereits den Dirigentenstab von Thomas Wagner übernommen. Bei der Weihnachtsfeier am 10. Dezember wurden Ewald Rudersdorf für 60 Jahre aktive Sängertätigkeit, Alois Heun für 50 Jahre Sängertätigkeit und Ferdinand Abel sen., Karl Heinz und Ludwig Heep für 50 Jahre Förderer geehrt. Gleichzeitig wurde Alois Heun, Ferdinand Abel sen. sowie Karl Heinz und Ludwig Heep zu Ehrenmitgliedern ernannt. Im darauf folgendem Jahr hatte der Chor 26 Auftritte. Hervorzuheben sind die Konzerte in Steinbach und Hangenmeilingen sowie das eigene Chor- und Solistenkonzert. Am 16.12.95 wurden dem Ehrenvorsitzenden Toni Schäufler und seinem Bruder Alwin für 50 Jahre aktive Sängertätigkeit und Walter Rudersdorf für 50 Jahre fördernde Mitgliedschaft Ehrungen zuteil. Die Generalversammlung am 10. Februar 1996 bestätigte den bisherigen Vorstand. Als Beisitzer wurden Wolfgang Wies und Markus Zey neu gewählt, während Winfried Weyrauch seinen Posten als Beisitzer auf eigenem Wunsch aufgab. Der 1. Vorsitzende Willibald Keul dankte ihm für seinen jahrelangen Einsatz und seine konstruktive Mitarbeit. Beim Gruppensingen in Wilsenroth und auch beim "Waldbrunn Singen" 1996 zeigte der Chor ansprechende Leistungen. Im Rahmen der Weihnachtsfeier am 21. Dezember 1996 wurde Werner Breithecker für seine 50 jährige aktive Sängertätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt.1997 richtete der MGV "Concordia" wieder die Ellarer Kirmes aus. Zu den sängerischen Auftritten diesen Jahres gehörten das Ehrungskonzert für Ewald Leber in Steinbach , das Chor- und Instrumentalkonzert in Hausen und das eigene Herbstkonzert in Ellar am 18. Oktober. Josef Mink und Josef Güth wurden für 65- bzw. 60 Jahre aktive Sängertätigkeit und Winfried Wagenbach und Hans Joachim Beese für 25 Jahre Vorstandsarbeit ausgezeichnet. Hans Kron wurde zum Ehrenmitglied ernannt. 1998 folgte das Gruppensingen in Steinbach am 27. März, Konzerte in Erbach/Ts. und in Hausen, ebenso das Herbstkonzert am 24. Oktober, das sehr gut besetzt war. Die Sänger Josef Nonn, Georg Simon und Reinhold Staudt wurden für ihre 50-jährige aktive Mitgliedschaft am 19. Dezember 1998 zu Ehrenmitgliedern ernannt. 1999 stand der MGV 28 mal in der Öffentlichkeit. Hervorzuheben sind die Auftritte beim Gruppensingen, das vom MGV "Sängerlust" Hangenmeilingen in Ellar ausgerichtet wurde, bei den Konzerten in Oberrod und Nauheim sowie beim Festkonzert des Kirchenchores "St. Maximinus" Ellar und beim "Waldbrunn Singen". Die Höhepunkte waren das Benefizkonzert zu Gunsten der Krebsforschung und das eigene Chor- und Solistenkonzert am 23. Oktober des Jahres. Ebenfalls wurde in diesem Jahr erstmals ein "Italienischer Abend" am 26. Juni veranstaltet. Die Halle in Ellar war bunt geschmückt und es gab Pizza und Pasta wie beim Italiener. In der Generalversammlung am 15. Januar 2000 wurde der alte Vorstand wiedergewählt. Folgende Sänger gehörten dem Vorstand an: Willibald Keul als 1. Vorsitzender, Michael Böcher als 2. Vorsitzender und Jugendwart, Winfried Wagenbach als Kassierer, Hans Joachim Beese als Schriftführer, Thomas Blum als Notenwart und Karl Josef Blum, Manfred Jost, Wolfgang Wies und Markus Zey als Beisitzer. Der Verein bestand aus 38 aktiven Sängern und insgesamt 150 Mitgliedern


Vereinsgeschichte von 2000 bis 2004   nach oben

Die "Concordia" feierte im Jahre 2000 ihr 160jähriges Vereinsbestehen. Hierzu hatte man sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Mit einer glanzvollen Foto- und Dokumentenausstellung in der Mehrzweckhalle wurden die Feierlichkeiten am 01. und 02. April 2000 eröffnet. Zur Eröffnungsfeier hatten sich viele Ehrengäste und Interessierte eingefunden. Ortsvorsteher Stefan Simon überbrachte die Glückwünsche der vollzählig erschienenen Ellarer Ortsvereine und bezeichnete den MGV als Garant für ein harmonisches Miteinander in der Dorfgemeinschaft. Toni Harth mit seinem Begleiter Wolfgang Form und die Concordia umrahmten die Festveranstaltung in würdiger Form. Der Auftakt war gelungen. Die Ausstellung war an beiden Tagen gut besucht. Die zahlreich erschienenen Besucher konnten sich anhand des umfangreichen Materials (750 Dokumente wie Protokolle, Urkunden, Zeitungsberichte, Wertungsbogen u.a., sowie über 500 Bilder) einen umfassenden Einblick in die Zielsetzungen und Aktivitäten des Vereins verschaffen. In halbstündigen Dia-Vorträgen, die ebenfalls sehr gut besucht waren, wurden in 50 Aufnahmen die besonderen Höhepunkte der Vereinsgeschichte gezeigt.

Helferinnen KuchenbuffetEinen überaus regen Zuspruch fand auch das Kaffee-und Kuchenbuffett, zu dem die Vereinsfrauen reichlich Kuchen gespendet hatten. (Bild links, v.l. Marianne Keul, Maria Goldschalt, Hiltrud Jost, Maria Böcher, Birgit Wies, Marianne Wagenbach, Hedwig Beese). Das Festkonzert am 15.09.2000 - Thomas Blum führte gekonnt durch das Programm - war ein durchschlagender Erfolg. Es beteiligten sich 16 Chöre mit rund 450 Mitwirkenden. Der Festabend am 16.09.2000 wurde überwiegend von Ellarer Vereinen und den Solisten Sandra Hill und Toni Harth - beide in Begleitung von Wolfgang Form - bestritten. In das Programm waren Ehrungen eingebettet. Geehrt wurde Edmund Zey für 50-jährige sowie Eduard Jost und Manfred Jost für 25-jährige Sängertätigkeit sowie die fördernden Mitglieder Wilhelm Jeuck (70 Jahre), Walfried Böcher (60 Jahre) und Josef Mons (60 Jahre). Mit dem Ablauf der Kirmes 2001 war der Vorstand sehr zufrieden. Erfreulicherweise gab es wieder Kirmesburschen, die wesentlich zur guten Stimmung während der gesamten Kirmes beitrugen

Mit Ablauf des 31.07.2001 beendete Ewald Leber nach siebenjährigem erfolgreichem Wirken auf eigenen Wunsch seine Dirigententätigkeit. Ab dem 01.08.2001 wurde der aus Ellar stammende Torsten Heep neuer Chorleiter - ein junger, kompetenter und bereits erfahrener Dirigent. Beim Herbstkonzert am 20.10.2001 stellte er sich erstmals dem heimischen Publikum vor. Er hatte einen gelungenen Einstand. Der Chor überzeugte mit einem sehr ausgeglichenen Chorklang. An diesem Abend wurde auch Ewald Leber offiziell verabschiedet. Der 1. Vorsitzende Willibald Keul würdigte das zielorientierte und erfolgreiche Schaffen des scheidenden Dirigenten. Der Verein war im Jahre 2001 mit insgesamt 31 Auftritten sehr aktiv. Dies setzte sich auch im Jahre 2002 fort. Neben einigen Ständchen trat der Chor bei Konzerten in Weinbach, Heilberscheid, Eschhofen und Mensfelden auf und nahm erfolgreich am "Großen Preis der Chormusik" in Langendernbach teil. Hervorzuheben sind der italienische Abend und das eigene Herbstkonzert. Das "Waldbrunn-Singen" im Jahre 2003 wurde vom MGV "Concordia" organisiert. Der Chor war gut besetzt und voll auf der Höhe. Er überzeugte mit allen Vorträgen, wobei das neu einstudierte "Down by the riverside" besonders herausragte. Die gute Probenarbeit von Torsten Heep machte sich bezahlt. In der Generalversammling am 01.02.2003 wurden bei Ergänzungswahlen zum Vorstand Helmut Zey zum Beisitzer und die jugendlichen Sänger Rüdiger Mons zum Jugendwart und Dennis Ratzke zum 2. Notenwart gewählt. In der Jahreshauptversammlung am 17.01.2004 wurde Manfred Jost für 25-jährige Vorstandstätigkeit geehrt. Wichtigster Punkt der Tagesordnung war die Wahl eines neuen Vorstandes. Winfried Wagenbach - seit 1972 Beisitzer, seit 1973 Kassierer und von 1988 - 1998 gleichzeitig 2. Vorsitzender -, Hans Joachim Beese - seit 1972 Schriftführer - und Karl Josef Blum - seit 1988 Beisitzer - kandidierten nicht mehr. Die Versammlung bedankte sich für die jahrelange erfolgreiche Vorstandstätigkeit. Der neue Vorstand setzte sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Willibald Keul, 2. Vorsitzender: Michael Böcher, Kassierer: Thomas Blum, Schriftführer: Helmut Zey, Jugendwart: Rüdiger Mons, Notenwart: Dennis Ratzke, Beisitzer: Manfred Jost, Mathias Stähler, Markus Zey und Cristof Zey. Die Vereinsfeier im September 2004 stand ganz im Zeichen von Ehrungen verdienter Mitgleider. Ewald Rudersdorf war seit 70 Jahren und Hans Joachim Beese und Willibald Keul seit 50 Jahren aktive Sänger. Thomas Blum und Cristof Beese singen seit 1979 ständig bzw. mit einer Unterbrechung. Winfried Wagenbach, Hans Joachim Beese, Karl Josef Blum und Willibald Keul wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Ferdinand Abel, Karl Heinz Heep (60 Jahre), Norbert Breithecker, Josef Wagenbach (50 Jahre), Josef Stähler, Alwin Stähler, Dietmar Jost, Norbert Münz, Elmar Schlimm und Stefan Simon (25 Jahre). Bei seinen auswärtigen Auftritten machte der Chor auch im Jahre 2004 einen sehr guten Eindruck - Frühlingskonzerte in Hangenmeinlingen und Ahlbach, Gruppensingen in Elbgrund, Herbstkonzert in Schupbach, Weinfest in Holzheim und Waldbrunn-Singen in Lahr. Der MGV "Concordia" hat heute 36 aktive Sänger. Die altersmäßige Bandbreite der Sänger ist groß. Der jüngste Sänger zählt 18 Jahre und der älteste ist 80 Jahre alt. Erfreulicherweise haben sich einige junge Männer dem Chor angeschlossen. Trotz des großen Altersunterschiedes herrscht im Chor ein kameradschaftliches Miteinander und eine angenehme Atmosphäre. Mit seiner Literaturauswahl gelingt es Chorleiter Torsten Heep, junge und alte Sänger anzusprechen und zu motivieren.

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